In einer Ferienwohnung geht etwas schief. Das passiert. Ein beschädigter Gegenstand, Schäden an der Wohnung, etwas fehlt. Als Gastgeber ist deine erste Reaktion keine Wut auf den Gast — es ist eine sehr spezifische Hilflosigkeit. Denn in diesem Moment merkst du oft: Du weißt eigentlich gar nicht, wer dort übernachtet hat.
Du hast eine Buchungsreferenz. Du hast einen Vornamen. Vielleicht ein Profilbild, das die tatsächliche Person sein mag oder auch nicht. Aber eine E-Mail-Adresse, die du direkt kontaktieren kannst? Eine Telefonnummer? Verifizierte Identität? In den meisten Fällen — nein.
„Die Frustration liegt nicht im Schaden selbst. Sie liegt darin, hilflos zu sein — nicht einmal Kontakt aufnehmen zu können. Irgendein System blockiert dich, und du stehst allein da."
Das Plattformproblem
Das ist ein bewusstes Design der Plattformen. Airbnb und Booking.com sitzen absichtlich zwischen Gastgeber und Gast — so behalten sie die Kontrolle über die Beziehung und schützen ihre Marktposition. Der Gast bucht über sie, und die Gastdaten gehören ihnen.
Ich bin in Gastgeber-Communities aktiv. Ich sehe dieses Thema ständig auftauchen. Gastgeber fragen, ob jemand die E-Mail-Adresse eines Gastes hat. Gastgeber fragen, wie sie einen Gast nach dem Checkout erreichen können. Die Antwort ist fast immer: Du kannst es nicht, nicht direkt.
Airlines hatten dieselbe Situation einmal. Man bucht Flüge meistens nicht direkt bei der Airline — man bucht über Skyscanner, Google Flights oder ein Reisebüro. Aber die Airline übernimmt beim Check-in die Kontrolle. Sie erfasst deinen Reisepass, deine Sitzplatzzuweisung, deine Präferenzen, deine Kontaktdaten. Die Buchungsplattform besitzt nicht die Passagierbeziehung — die Airline tut es.
Ich dachte: Warum kann Kurzzeitvermietung nicht genauso funktionieren?
Zwei Zugangspunkte
Also habe ich zwei Systeme entwickelt, um die Gästebeziehung vor dem Einzug zu erfassen — zwei Zugangspunkte sozusagen.
Erster Zugangspunkt — der digitale Check-in
Vor der Ankunft erhalten Gäste einen Link für einen digitalen Check-in-Prozess. Name, Kontaktdaten, Buchungsreferenz, Zustimmung zur Hausordnung. Einfach, dauert zwei Minuten. Am Ende weiß ich, wer in meiner Wohnung ist. Ich habe einen direkten Kontakt. Ich habe bestätigt, dass sie die Hausregeln gelesen haben. Und ihnen wartet ein vollständiger digitaler Leitfaden — interaktiv, zweisprachig, der alles abdeckt von Smart-Home-Befehlen bis zum nächsten Supermarkt.
Zweiter Zugangspunkt — das WLAN-Portal
Wenn Gäste ankommen und sich mit dem Wohnungs-WLAN verbinden (Dropby_ecosystem — offen, kein Passwort), werden sie zu einem gebrandeten Portal weitergeleitet. Gleicher Prozess: Wer bist du, Buchungsreferenz, fertig. Im Gegenzug erhalten sie vollen Internetzugang und der digitale Guide öffnet sich automatisch.
Das ist das Captive-Portal-Modell — Standard in Hotels, Flughäfen, Cafés — aber fast niemand macht es in der Kurzzeitvermietung. Der Gast wird nicht beeinträchtigt. Der Prozess dauert dreißig Sekunden. Und der Gastgeber weiß nun genau, wer mit seinem Netzwerk verbunden ist.
Was daraus entstanden ist
Ich habe diese Systeme für meine eigenen Wohnungen entwickelt. Dann habe ich sie in Gastgeber-Communities geteilt und festgestellt: Das ist ein weit verbreitetes Problem ohne gute vorhandene Lösung. Die bestehenden Check-in-Tools sind entweder zu komplex, zu teuer oder nicht für den DACH-Markt konzipiert.
Was also als Lösung für mein eigenes Problem begann, wurde zu einer Produktlinie. DropSphere — der digitale Gastguide und das Check-in-System. Und das WLAN-Gateway als Begleitprodukt.
Diese sind als eigenständige Tools für selbstverwaltende Gastgeber verfügbar, die diese Schicht zu ihrem bestehenden Betrieb hinzufügen möchten. Du musst nicht den vollständigen Hosting-Service von Dropby nutzen, um die Produkte zu verwenden. Sie sind dafür konzipiert, sich in jede bestehende Einrichtung einzufügen.
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