Sie haben den PDF-Ordner hinter sich gelassen – oder wollen es endlich tun. Spätestens dann landen Sie bei der Frage: Welcher digitale Gäste-Guide passt zu meiner Ferienwohnung? Es gibt inzwischen viele Tools, von kostenlosen QR-Mappen bis zu Plattformen mit Upsell-Shop und Chatbot. Hier bekommen Sie erst eine Checkliste, was ein guter Gäste-Guide wirklich können muss, und dann einen fairen Überblick über sechs Anbieter, die DACH-Hosts häufig vergleichen.

Warum PDF allein nicht mehr reicht, haben wir schon in Warum ein PDF-Gäste-Guide für Airbnb nicht mehr reicht beschrieben. Hier geht es um die nächste Frage: welches Werkzeug.

Was ein guter digitaler Gäste-Guide können muss

1. Check-in und Zugang klar regeln

Die wichtigste Info ist nicht das Lieblingscafé, sondern: Wie komme ich rein? Achten Sie darauf, ob das Tool Zugangsinfos schützen kann (z. B. per PIN) oder ob es einen echten Online-Check-in hat, bei dem der Gast vorab Name und Kontakt hinterlegt. Das sind zwei verschiedene Dinge – mehr dazu in Check-in ist mehr als ein Gäste-Guide.

2. Sprachen

In DACH reisen viele Gäste aus dem Ausland an. Manche Tools übersetzen automatisch in 30 oder sogar über 100 Sprachen, andere setzen auf wenige, sauber gepflegte Sprachen. Automatik ist bequem; gepflegtes Deutsch und Englisch ist oft genauer bei Hausregeln und Gerätebedienung. Überlegen Sie, was Ihre Gäste wirklich brauchen.

3. Mobil und offline

Fast alle Guides laufen als Webseite im Browser, ohne App. Spannend wird es bei schlechtem Netz: Ist der Guide auch offline verfügbar, etwa als Progressive Web App oder Wallet-Pass? Für eine Hütte in den Bergen kann das entscheidend sein.

4. Aktualisieren ohne Aufwand

Neues WLAN-Passwort, geänderter Müllplan: Eine Änderung im Dashboard sollte sofort für alle Gäste live sein. Wer mehrere Objekte hat, sollte auf Vorlagen, Duplizieren oder Bulk-Bearbeitung achten.

5. Kosten ehrlich rechnen

Prüfen Sie den Preis pro Unterkunft, ob es Jahres- oder Monatsabrechnung ist, was im Gratis-Tarif fehlt (Branding, Aufrufe, Sprachen) und ob Provisionen auf Upsells anfallen. Ein Gratis-Tarif mit Limits kann für eine Wohnung reichen – oder Sie nach drei Monaten zum Upgrade zwingen.

Das beste Tool ist nicht das mit den meisten Funktionen, sondern das, dessen Infos Ihre Gäste im richtigen Moment wirklich öffnen.

Digitale Gäste-Guides im Vergleich

Alle Angaben stammen von den Webseiten der Anbieter, Stand 21. Oktober 2026. Preise und Funktionen ändern sich – prüfen Sie vor der Entscheidung immer die aktuelle Seite.

ToolEinstieg / PreisSprachenBesonderheiten
Mein GastguideFree (1 Unterkunft); Pro 12 €/Monat bzw. 9 € bei Jahreszahlung je Unterkunft; Business bis 10 Unterkünfte, dann +7 €/Monat je weitere100+ automatisch (Live-Übersetzung)Wallet-Pass für Apple/Google Wallet mit Push und Offline-Nutzung, PIN-Schutz, QR-Code, Themes
Touch StayFree (unbegrenzte Guides, 20 Gäste-Aufrufe je Guide/Monat); bezahlt laut Startseite „ab 8,25“; 14 Tage Test ohne Karte30+ (automatisch übersetzt)Upsell-Store, KI-Chatbot (ab Growth), geplante Nachrichten, Bewertungen, 40+ Integrationen
Hostfully GuidebooksFree (1 Guidebook); Pro bis 199 Guidebooks, Enterprise ab 200 – Preise auf Anfrage/Seite16+ (ab Pro)Upsell-Marktplatz, Druck/PDF/QR/Link, Teil der Hostfully-Plattform
GASTiNFO.EUBasic kostenlos (1 Unterkunft); Premium ab 5,90 €/Monat (jährlich 69,90 € erste, 39,90 € jede weitere Unterkunft)30+ (KI-übersetzt)Offline als Progressive Web App, Themes, „Made in Austria“
StrandmappeKostenlos (1 Objekt); Pro 9,90 €/Monat (bis 3 Objekte); Verwaltung 7,90 €/Objekt ab 4; Einrichtungsservice 49 € einmaligMehrsprachige Vermieter-Infos (ab Pro)Offline-fähig, QR-Code, regionale Ausflugstipps vorinstalliert
DropSphere (Dropby)9,99 € pro Unterkunft/Monat; 7 Tage gratis, ohne KarteDeutsch & EnglischOnline-Check-in im Airline-Stil, der den Stay-Guide freischaltet; visueller Pin-Guide der Wohnung; Beziehungs-E-Mails und Direktbuchungs-Codes; KI-Concierge optional

Kurz eingeordnet

Welcher Guide passt zu Ihnen? Drei typische Fälle

Eine Ferienwohnung, wenig Zeit

Sie vermieten eine Wohnung nebenbei und wollen vor allem, dass die WLAN-Frage um 22 Uhr verschwindet. Starten Sie mit einem Gratis-Tarif, füllen Sie die fünf wichtigsten Bereiche (Anreise, Zugang, WLAN, Müll, Check-out) aus und hängen Sie den QR-Code an die Tür. Nach zwei Wochen zählen Sie, ob die Nachrichten weniger werden. Erst dann lohnt es sich, über Upgrades nachzudenken.

Mehrere Objekte, viele internationale Gäste

Hier zählen automatische Übersetzung, Vorlagen und das Bearbeiten mehrerer Guides auf einmal. Rechnen Sie den Preis für Ihr ganzes Portfolio durch – Staffelpreise und Tarife pro Objekt unterscheiden sich stark. Und prüfen Sie, ob das Tool zu Ihrem Channel-Manager oder PMS passt, damit der Link automatisch rausgeht.

Sie wollen Stammgäste statt nur Bewertungen

Wenn Sie langfristig unabhängiger von Plattform-Provisionen werden wollen, brauchen Sie mehr als Infos: Sie brauchen den Kontakt zum Gast. Achten Sie darauf, ob das Tool Kontaktdaten sauber erfasst, Folge-E-Mails erlaubt und Rabatte für Direktbuchungen unterstützt. Und denken Sie an den Datenschutz: Erfassen Sie nur, was Sie wirklich brauchen, und erklären Sie es klar. (Kein Rechtsrat.)

Wo DropSphere hineinpasst

Ehrlich gesagt: Wenn Sie nur eine Info-Seite mit WLAN und Hausregeln brauchen, kommen Sie mit einem Gratis-Tarif oben gut zurecht. DropSphere haben wir für Hosts gebaut, die mehr wollen als eine Mappe: den Gast kennenlernen.

Der Ablauf ist wie beim Fliegen: Der Gast macht einen kurzen Online-Check-in und bekommt danach seinen interaktiven Stay-Guide auf Deutsch oder Englisch. Statt Textwüste zeigt ein visueller Pin-Guide, wo in der Wohnung was ist – Sicherungskasten, Mülltrennung, Kaffeemaschine. Weil Sie nach dem Check-in Kontakt haben, können Sie später persönliche Beziehungs-E-Mails schicken und Direktbuchungs-Codes für den nächsten Aufenthalt vergeben. Einen KI-Concierge, der Fragen beantwortet, gibt es optional als Add-on.

Getestet haben wir DropSphere mit über 130 Gästen aus 34 Nationalitäten. Es kostet 9,99 € pro Unterkunft im Monat, und Sie können es 7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte. Was dahinter steckt, lesen Sie auch in Ihre Gäste wirklich kennen.

Check-in und Gäste-Guide in einem Ablauf

7 Tage gratis, keine Karte nötig. 9,99 € pro Unterkunft/Monat danach.

DropSphere testen

Häufige Fragen

Was kostet ein digitaler Gäste-Guide für eine Ferienwohnung?

Viele Anbieter haben einen kostenlosen Einstieg für eine Unterkunft. Bezahlte Tarife liegen laut den Anbieterseiten (Stand Oktober 2026) meist zwischen etwa 6 und 12 Euro pro Monat für eine Unterkunft, je nach Funktionsumfang und Abrechnung.

Brauchen meine Gäste eine App?

Bei den meisten digitalen Gäste-Guides nicht. Der Guide öffnet sich als Webseite über Link oder QR-Code im Browser.

Was ist der Unterschied zwischen Gäste-Guide und Online-Check-in?

Ein Gäste-Guide informiert über Unterkunft und Umgebung. Ein Online-Check-in erfasst vorab Name und Kontakt des Gastes. Manche Tools wie DropSphere verbinden beides: Der Check-in schaltet den Guide frei.

Gibt es eine Alternative zu Mein Gastguide?

Ja, zum Beispiel Touch Stay, Hostfully Guidebooks, GASTiNFO, Strandmappe oder DropSphere. Welches Tool passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem automatische Übersetzung, PMS-Anbindung, Offline-Nutzung oder einen Check-in mit Gästebeziehung brauchen.

Hinweis: Alle Markennamen gehören ihren Inhabern. Angaben ohne Gewähr, Stand 21.10.2026, basierend auf den öffentlichen Webseiten der Anbieter.